Deutsche Modehersteller

Die deutschen Modehersteller

Die deutschen Modehersteller wollen in diesem Jahr weitere sechs Prozent hinzugewinnen. "Befindet sich die deutsche Modebranche in der Krise? Geschäftsführer Dr. Uwe Mazura auf der Fashion Week Berlin: "Die deutsche Textilindustrie ist Weltklasse. Ein Rekordjahr der Billigimporte aus China lässt die deutschen Modehersteller kalt.

Stress, Esprit und sogar Hugo Boss: Die Probleme der deutschen Modehersteller.

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Markennamen wie Carlo Colucci, s.Oliver oder Tom Tailor verstecken ihre germanische Abstammung hinter anglo-sächsischen oder italienische Vornamen. Das Jahr 2007 verlief mit einem Umsatzanstieg von fünf Prozentpunkten erfreulich. In diesem Jahr wollen die Modehersteller noch einmal sechs Prozentpunkte dazurechnen. In der Modebranche ist der deutsche Einzelhandel seit Jahren stagnierend. In der Registrierkasse der Fachhändler bleibt weniger als ein Prozentsatz des Gesamtumsatzes als Mehrertrag.

Waren es 2002 noch rund 32.000 Fachgeschäfte mit Kleidung in Deutschland, waren es vier Jahre später nur noch rund 27.000. Am Stadtrand der Frankengemeinde Rottendorf, nur wenige km von Würzburg entfernt, steht ein zukunftsweisender Bau. "Unsere neue Zentrale", sagt Mathias Eckert, Sales Manager Wholesale bei s.Oliver, "wir sind anfangs September eingezogen".

Der Geruch einer Baustelle ist für die Firma s. Oliver, die Ende der 60er Jahre aus einem Modegeschäft in Würzburg hervorgegangen ist, hat in den letzten Jahren nach und nach nahezu das ganze Industriegebiet bei Rottenburg eingenommen. Allein in diesem Jahr wird das inhabergeführte Traditionsunternehmen Bernd Freier 30 neue Märkte errichten. Der Modehersteller, der vom Strampler bis zur Nadelstreifenjacke alles bietet, kann Raum nutzen.

Als Firmengründer hatte er das Haus am Beginn wegen seiner Vorliebe für die Romangestalt Oliver Twist auf den Namen Oliver Twist getauft und macht nur ein Viertel seines Gesamtumsatzes im Export. "Auch in Deutschland kann man viel gewinnen, wenn man es richtig macht", sagt Eckert.

Die deutschen Modehersteller in Not / Pech und Misserfolg von Chef zu Escada

Hamburg/Hamburg (ots) - Gerry Weber, Hugo Boss, Escada, Stress, Tom Tailor, Esprit, Steilmann: Viele deutsche Modehersteller haben Probleme und müssen Geld einsparen. Mittel- bis längerfristig werden sie der Handelsmarke schaden", sagten der ehemalige Hugo Boss und Joop-Chef Peter Littmann (68) dem Hamburgischen Wirtschaftmagazin BILANZ, das am kommenden Freitag auftritt.

Gerry Weber eröffnete zu viele eigene Märkte zu früh - und vernachlässigte den Laden. Der Hugo Boss konnte sich nicht wie vorgesehen mit steigenden Kosten am Gesamtmarkt behaupten, CEO Claus-Dietrich Lahrs (52) musste gehen. Bei Escada und Stress ist das der Fall", so Littmann gegenüber BILANZ.

Viele deutsche Brands vermissen "Coolness, Moderne, Einzigartigkeit", sagt Annette Weber, langjährig Chefredaktorin des Modemagazins "Instyle": "Deutsche Brands haben völlig geschlafen, um sich mit ihnen zu identifizieren", sagt Weber BILANZ.

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