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Cheap-Mode: So arbeitet das Model des Junk Shops Primark Das ist spießig, es ist lauter. "Ein Freitag Nachmittag im Stammhaus am Kölnmarkt von einer der wachstumsstärksten Modeketten Deutschlands: Primark. Seit dem Markteintritt vor gut fünf Jahren vermischt die Kette der Billigmode die Stadt. Bislang wurden 15 große Verbrauchertempel in einer begehrten innerstädtischen Lage geöffnet, die mit einem Maximum an Kleidung pro qm veredelt wurden - und das sehr, sehr günstig.

"Überall dort, wo Primark eine neue Filiale eröffnet, kann H&M zunächst deutliche Verluste verzeichnen, die durchaus im 2. In Primark waren es nur 6,33 Billionen. Primarks erfolgreiches Modell basiert auf Einwegmode für eine Jahreszeit. So wie andere Textilgiganten kann die Handelskette nur T-Shirts, Hose und Jacke so billig verkaufen, weil sie in Staaten wie Bangladesch billig herstellt.

Das billige Konzept geht aber nach oben: T-Shirts kostet bisweilen nur 99 Cents, eine Jeanshose gibt es für 8,50 EUR. Der Grund, warum der PRIMAK auch so gut läuft, ist, dass er auf einem extrem leistungsfähigen Personalwesen basiert - das jedenfalls in diesem Land zweifelhafte Eigenschaften hat. Die Firma verfügt nicht nur über ein dichtes Netzwerk von Kameras, die von den Mitarbeitern von den Betrieben spioniert werden.

Außerdem müssen sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer laut einem dieser Tageszeitung vorgelegten Dienstvertrag einer Diebstahlkontrolle unterziehen - was für Arbeitsrechtlerinnen und -rechtler in dieser Art und Weise schwierig ist. Zudem müssen viele Mitarbeitende auf Teilzeitbasis tätig sein, was für die Firma ein Höchstmass an Einsatzflexibilität bedeutet. Ein Teil der Bevölkerung ist jetzt unzufrieden mit den Aktivitäten der Irländer in Deutschland.

Der Name Primark steht für "reinen Manchester-Kapitalismus" - also für das Ausbeuten. Der Cardinal verwies auf die Produktionsbedingungen in Asien: Primark war einer der Textilhändler, die in der Rana Plaza-Anlage in Bangladesch produziert haben. Der neunstöckige Bau brach im April 2013 zusammen und vergrub mehr als tausend Mitarbeiter, die Mode für den Westen herstellen wollten.

Die Fähigkeit von Primark, so billig zu sein, hat mit Entsagung zu tun. Das Einsparmodell sieht vor, dass das Unternehmen keine elektronische Sicherheitsetiketten gegen Datendiebstahl in der Kleidung verwendet - jedenfalls in Hannover und Berlin gibt es nach Auskunft der Betriebe keine solchen Anlagen. Er selbst sagt nichts darüber. Doch was Primark seinen Portemonnaie verschont, geht auch auf Kosten seiner Mitabeiter.

Im vergangenen Jahr wurde in den Presseberichten berichtet, dass bereits 120 Fotokameras in der Filiale Hannover aufgestellt wurden. "In einigen Punkten hat Primark gegen Datenschutzgesetze verstoßen", bestätigt die NSA. Auch dort, wo keine Ware abgesetzt wurde, hätten viele Fotoapparate gedreht, sagt Christian Lüttgau, Abteilungsleiter der Behörden. Dies verletzt die persönlichen Rechte der Arbeitnehmer.

Dabei vermutet er, dass hinter der Bewachung manchmal ein ganz anderes Beweggrund steckt: "Wir haben den Verdacht, dass viele Händler auch ihre Angestellten mit den Fotoapparaten disziplinieren wollen. "Laut Lüttgau in Hannover hat Primark nun 40 Fotoapparate entfernt oder abgeschaltet und die restlichen problematischen Settings geändert oder aufgezeichnet.

Bis zum Frühjahr rechnet die Behoerde mit der Einhaltung der Datenschutzanforderungen. Nach Angaben der IG Metall ist die umfangreiche Videoüberwachung in Hannover kein Einzelfall. In der Zwischenzeit haben auch die Datenschutzbehörden in Berlin eine Prüfung eingeleitet, wie sie bestätigt haben. Ver. di-Vorstandsmitglied Stephanie Nutzenberger geht noch weiter: "Wir verlangen, dass die Firma PRIMARK die persönlichen Rechte von Mitarbeitern und Abnehmern respektiert und beim Umgang mit Fotoapparaten die Vorschriften des Datenschutzes einhält.

"Die Firma selbst meint in ihrer knappen Erklärung nur, dass sie mit dem Hannoveraner Konzernbetriebsrat darin übereinstimmt, dass die Kamera nur zur Verhinderung von Diebstählen und anderen Verbrechen verwendet werden soll. Letzten Freitag hatten der Konzernbetriebsrat in Hannover und Primark erstmals über eine für alle Niederlassungen geltende Vereinbarung zur Kamerabeobachtung verhandelt.

Primark macht auch von seinen Möglichkeiten Gebrauch, seine Angestellten hinsichtlich der Arbeitsverträge zu steuern. "Ulrich Price von der Uni Köln zum Beispiel sieht es als Angriffspunkt an, dass Arbeitnehmer einem so umfangreichen pauschalen Rechercherecht zustimmen müssen. Ob Primark beabsichtigte, Körperdurchsuchungen durchzuführen, was eine eindeutige Verletzung der Persönlichkeitsrechte darstellen würde, war aus dem Wortlaut nicht ersichtlich.

Die zuständigen Arbeitsschutzbehörden in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hessen, Berlin und Niedersachsen haben bereits ereignisbezogene Prüfungen bei Primark und in diesem Kalendermonat wieder in Hessen durchlaufen. Zur Rechtfertigung unangekündigter Inspektionen müssen die Beanstandungen zunehmen oder besonders schwerwiegend sein, erläutert Heinke Traeger, Pressesprecherin des NGM.

Fragt man sie jedoch, ergibt sich ein Bild: Die Beschäftigten scheinen unter übermäßiger Lärmbelastung am Arbeitsplatz zu leiden. 2. Teilweise musste die Firma nach Angaben der Behörde nach den Inspektionen Verbesserungen vornehmen. Anderswo hilft der Freistaat Primark: bei der Rekrutierung von Personal. Die Politik freut sich natürlich, wenn mehrere hundert gering qualifizierte Menschen auf einen Streich eingestellt werden.

So bezahlte das Arbeitsamt in Köln 219 der 360 bei der Firma Primark platzierten Arbeitnehmer für wenigstens drei Monaten einen Teil ihres Vergütungsbestandteil. Natürlich nimmt die Konkurrenz solche Zuschüsse auch gerne mit, wenn sie Arbeitnehmer einstellt. Darüber hinaus beschäftigt die Firma wie viele andere Händler ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Teilzeitbasis. Dass das Teilzeitsystem funktioniert, bestätigte der Gesamtbetriebsrat in Hannover.

Das gibt Primark ein Höchstmaß an Flexibilität", sagt Betriebsratsvorsitzender Ralf Sander. Wenigstens in Hannover wird es für die textile Kette bald unangenehm. Jetzt wollen Gesamtbetriebsrat und IG Metall zusammen für einen Tarifabschluss kaempfen, um die Arbeitsplatzbedingungen der Arbeitnehmer und ihr Recht auf Mitsprache zu erhoehen. Wenn Primark sich weigert, in Verhandlung zu gehen, würden die ArbeiterInnen zuschlagen.

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