Deutsche Bekleidungsmarken

Bekleidungsmarken in Deutschland

14-deutsche Markenartikel, die nicht mehr in Deutschland sind. Es gibt nichts Deutscheres als ein Tempo-Taschentuch! Ich glaube, die Rotzlappen gehörten lange Zeit einer Firma in Schweden. Das ist nicht das einzigste Beispiel für deutsche Brands, die jetzt in ausländischen Händen sind. Das Markenrecht ging an Daimler und 1996 an die schwedische Elektrolux-Gruppe, die weiterhin Namensrechte für AEG-Produkte vergibt.

Deutschland, das Brauland, hat schon lange viele seiner bedeutendsten Biermarken vertrieben.

Bereits 2002 wurde die bremische Bierbrauerei Beck von der Brauereigruppe Interbrew für 1,8 Mill. Die alte Düsseldorfer Biermarke Diebels war für Interbrew ein gutes Geschäft gegen die Milliardeninvestitionen: 2001 waren es nur rund 100 Mio. EUR. Rasierapparate, elektrische Wasserkessel, Geschirrspülmaschinen und vieles mehr, das unter dem Namen "Braun" in den Geschäften Deutschlands steht, stammen seit 1967 nicht mehr von einem Unternehmen aus Deutschland.

Gegründet 1921 in Kronberg im Taunus, wurde die Firma 1967 von den beiden Gründersöhnen Max Braun an die American Group veräußert. Capri-Sonne Fruchtgetränke sind, obwohl sie auf der ganzen Welt verbreitet sind, eine deutsche Entwicklung. Im Jahr 1971 hat Rudolf Wilde die Handelsmarke in Heidelberg entwickelt. Im Jahr 2010 veräußerte die Firma Wilde einen Teil des Betriebes an den New Yorker Anleger Kohlberg Kravis Roberts & Co., der den Getränke zu einem Welterfolg verhalf.

Zu diesem Zweck wurde in der Schweiz eine neue Firma namens Wild Flavors ins Leben gerufen. Der US-amerikanische Lebensmittelhersteller Archer Daniels Midland aus Chicago erwarb diese im Jahr 2014 für rund 2,3 Mrd. EUR. Die Firma wurde 1961 in Ulm gegrÃ?ndet und war so erfolgreich, das sie 1996 an die Börse ging, wobei die GrÃ?nderfamilien Kress und KÃ?stner die Mehrheit der Anteile hielten.

Gardena hat es 2003 von der Wertpapierbörse genommen und 2006 an Husqvarna aus Schweden verkauft. Die Husqvarna ist einer der führenden Produzenten von Forst- und Gartentechnikprodukten. Die Nürnberger TV-Herstellerin war früher der Aushängeschild für das deutsche Wirtschaftswunder, konnte aber später mit ihren fernöstlichen Mitbewerbern wie Samsung und Sony nicht Schritt halten und beantragte 2004 einen Insolvenzantrag.

Der Großteil der Unternehmensanteile ging in die Türkei, an die Beko-Gruppe. Seitdem hat er vergeblich mehrfach die Wiederbelebung der Traditionsmarke Grundig angestrebt. Der Heilbronner Suppenhersteller besteht seit 1838, doch es dauert beinahe 40 Jahre, bis der Firmengründer Carl Heinrich Theodor Knorr sein Schicksal in der Lebensmittelindustrie findet. Bisher hatte er es vergeblich unter dem selben Namen wie ein Produzent von Kaffeeersatzstoffen und als Stoffhändler ausprobiert.

Der Besitz änderte sich im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts immer wieder. Die Oetker und später die Maizena-Gruppe in Hamburg übernahmen die Handelsmarke Knauf. Die Maizena veräußerte das Unternehmen an den britischen und niederländischen Unilever, der 2016 auch das jüngste Entwicklungscenter von Heilbronn in die Niederlande verlegte. Ausgenommen sind die gleichnamigen Konfitüren, die vom englischen Produzenten G. A. B. H. S. P. S. A. S. A. S. A. S. entwickelt und vertrieben werden.

Keine gut sortierte deutsche Niederlassung kommt ohne Leitz-Dateien aus. Im Jahr 1998 wurde das Traditionsunternehmen an die Luxemburger Esselte-Gruppe, einen der führenden Büroartikelhersteller der Welt, veräußert. Nur noch 530 Menschen sind heute für die Firma Leitz tätig. Die Umsatzerlöse sanken von 280 Mio. EUR im Jahr des Umsatzes auf 206 Mio. EUR im Jahr 2016, sind aber in den letzten Jahren wieder gestiegen.

In Deutschland war es im neunzehnten Jh. üblich, Büroartikelhersteller nach großen Vogelarten zu namen. Auch der 1838 in Hannover ansässige Bleistifthersteller Pelikan war da keine Ausnahme. 2. Die Geschäfte liefen rund 140 Jahre lang gut, dann ging Pelikan das Bargeld aus. 1984 wurde das Unternehemen an die schweizerische Firma CoDorpart AG veräußert, ein drittel der Mitarbeiter wurde abgebaut.

Durch mehrere Eigentümerwechsel befindet sich das Unternehmen im Besitz der malaysischen Gesellschaft Berhad und ist ebenfalls an der malaysischen Wertpapierbörse börsennotiert. Die Tempo-Taschentücher wurden 1929 zum ersten Mal von den Vereinigte Papierwerke Nürnberg als Warenzeichen eingetragen. Da die Markengründer jedoch jüdische Personen waren, mussten sie ihr Unternehmen während der Nazizeit aufgeben.

Im Jahr 1994 erwarb der US-amerikanische Procter & Gamble-Konzern die Papierfabriken, 2007 ging die Handelsmarke in den Besitz des Schweden SCA über, der sie 2017 in seine Spin-off-Tochter Essity übertrug. Ab 1932 stellte Eagle Owl als erste Firma einen transparenten Kleber aus Kunststoff her - und war entsprechend gut. Sie verkauften die Handelsmarke 1971 an die British Beecham Group.

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