Rahmengenähte Machart

Gestellgenähte Ausführung

Gerahmte Nähte (typisch für hochwertige, klassische Herrenschuhe): Goodyear rahmengenäht ist zum Synonym für gerahmte Nähte geworden. Wir können jetzt nicht beurteilen, ob das Design von rahmengenähten oder genagelten Holzschuhen besser ist. Art der Konstruktion der Schuhe. Erst genähte Modelle garantieren eine optimale Passform. Das rahmengenähte Design wird üblicherweise für die Herstellung von eleganten und hochwertigen Herrenschuhen verwendet.

Das Design - Konstruktion eines Schuhes

Design " bezieht sich im Bereich des Schuhbaus auf die Form der Zusammenfügung von Ober- und Unterseite des Schuhes - die unterschiedlichen Konstruktionen haben sich aus traditionellen Methoden entwickelt, die durch neue technologische Optionen ergänzt wurden. Das Design eines Schuhes hat einen großen Einfluß auf den Kaufpreis, die Langlebigkeit, die Passformstabilität, die Wasserdichtigkeit und die Reparaturfähigkeit und ist neben dem eingesetzten Werkstoff das wichtigste Kriterium für die Bewertung der Qualität eines Schuhes.

Abhängig von den Erfordernissen des Schuhs wird ein bestimmtes Design verwendet - qualitativ hochstehende Business-Schuhe sollten in Rahmen eingefasst und stabile Wanderstiefel doppelt genäht werden. Obwohl es nicht viele Originaldesigns gibt, wurden viele Designs aus lizenzrechtlichen Erwägungen (und den daraus resultierenden Gebühren) unter eigenem Namen vervielfältigt und verkauft.

Es kommt auch vor, dass das gleiche Design in anderen Staaten unter anderen Markennamen bekannt ist. Auch die Vielfalt der Begriffe und die vielen unterschiedlichen Designs haben es dem Schuhhandel schwer gemacht, sie zu verstehen. Selbst Experten kennen daher das zugrundeliegende Design einer Variante oft nicht mehr nur am eigenen Beinamen. Außerdem machen einige Schuhproduzenten gern Werbung für die vielfältigen Herstellungsmöglichkeiten ihrer Sohlen.

Eine genauere Untersuchung ergibt jedoch oft, dass nur unterschiedliche oder zusammengesetzte Konstruktionen zum Einsatz kommen (z.B. eine Schweißnaht ist nur geringfügig anders, eine weitere Verklebung wurde durchgeführt usw.). Ein Fantasiename ist der Begriff "rahmengenäht", bei dem in der Regel nur ein rahmengenähter Stil gefälscht wird, wo in der Realität zusammengenähte Sportschuhe angeboten werden.

Direktsohlen ist ein typisches Design für Sport- und günstige Tiefschuhe. Ein Formwerkzeug, in das ein Schaft eingesetzt wird, wird mit Plastik gefüllt - so bildet sich die Fußsohle, die zugleich mit dem Schaft unmittelbar in Verbindung steht. In diesem Fall ist es das wirtschaftlichste Herstellungsverfahren im Verhältnis zu den anderen Fertigungsarten.

Das Verfahren unterscheidet auch, wie die Schweißnaht im Einzelnen gelenkt wird - dies kann Vor- ( "schneller und einfacher") oder nachteilige Auswirkungen (z.B. Wasserdurchlässigkeit) haben. Die Besonderheit der durchgenähten Sohlen ist die Einlegesohle, die unmittelbar an die Außensohle genäht wird (unterste Sohlenlage). Durch genähte Schuhsohlen brauchen daher keine Wölbung und eine weitere Dämmebene.

Zur Durchsteppung wird eine besondere Langhornnähmaschine eingesetzt, die die Außensohle ohne Bügel durch die Innensohle und die Pinzette des Obermaterials näht. Weil bei der genähten Ausführung weniger Arbeitsgänge erforderlich sind als bei der gefalzten Ausführung, ist auch der Aufwand für solche Modelle geringer. Typisch für einen genähten Fuß ist z.B. der Slipper.

In der gefalzten Ausführung befindet sich der Rand zwischen Ober- und Sohle. Ein Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Brandsohle (Einlegesohle) beim Nähen nicht durchlöchert wird und somit kein Feuchtigkeit in das Innere des Schuhs eindringen kann. Oxford und Derby werden beispielsweise in gefalzter Ausführung gefertigt. Der Name für das rahmengenähte Design ist "Goodyear rahmengenäht", ein von Andreas Eppler erfundenes und 1872 von Charles Goodyear Junior patentiertes Herstellungsverfahren für Männerschuhe mit der Goodyear-Nutmaschine (siehe Bild links) und der Goodyear-Doppelmaschine.

Zunächst wird der Oberstoff von aussen mit einer Schrittnaht an die Einlegesohle (Innensohle) genäht, zugleich wird der Bügel (ein ca. 3mm breites Lederband) mit einer nicht sichtbaren Schrittlänge an die Oberstoffaußenseite angenäht - mit einer zweiten Schrittnaht (Doppelnaht) wird der Bügel dann von der Unterseite an die Sohle genäht.

Dieses Verfahren ist im Gegensatz zu anderen Konstruktionen sehr aufwändig und damit kostspieliger, hat aber auch einen entscheidenden Vorteil. Dadurch wird verhindert, dass Feuchtigkeit in das Innere des Schuhs eindringt, da die Laufsohle nicht durchstoßen wurde. Die rahmengenähten Modelle haben außerdem eine wesentlich längere Haltbarkeit, eine höhere Passform (fühlen sich nicht "abgenutzt" an), sind leichter zu reparieren und wirken auch sehr edl.

Wegen dieser Eigenschaft ist ein Rahmenschuh auf lange Sicht eine gute Geldanlage, denn seine Haltbarkeit kann Ihnen Geld für ein neuartiges Schuhwerk einsparen. Erste rahmengenähte Schuhmodelle wurden bereits im XVI Jh. hergestellt, wie die archäologischen Fundstücke belegen. Im Jahre 1872 wurde sie in England von Charles G. Junior mit seiner Goodyear-Nutmaschine und seiner Goodyear-Doppelmaschine umgestaltet.

Das doppelte genähte Design ist eine Variation des Rahmens genähtes Design, das hauptsächlich für besonders strapazierfähige Modelle wie z.B. Bergschuhe verwendet wird. Doppelnähte sind viel haltbarer und wasserfester als rahmengenähte Modelle, wirken aber auch entsprechend weniger elegant. Dabei wird der Gestellrahmen nicht von der Unterseite, sondern von der Unterseite an die Sohle angenäht, so dass die Einlagennaht nicht auf der Innenseite der Sohle, sondern auf der Außenseite des weiten Gestells neben der Doppelte.

Der Begriff "Doppelnaht" bezeichnet die Tatsache, dass Welle und Sockel durch zwei sichtbaren Nähten zusammengefügt sind. Der Veldtschön Stil ist eine Variation des Rahmenstils, nämlich ein von Südafrikanern erfundener, rahmengenähter Bodenstil. Dabei wird das Innenfutter (ohne Oberleder) zunächst mit dem Gestell auf das Armband oder die Piercinglippe aufgenäht.

Das vorher weggelassene Leder wird dann auf den Gestellrahmen aufgelegt und bis zur Mittelsohle durchgeschoben. Ein zweiter Saum trennt das Leder mit dem Gestell und der Sohle. Diese Konstruktion produziert formbeständige, stabile und wasserfeste Stiefel wie z. B. die englischen Landschuhe oder Bergschuhe. Das ist eine Schuhkonstruktion, die sich von allen anderen Designs grundsätzlich abhebt, da der Oberstoff von oben um den Letzten liegt.

Die Bezeichnung dieses Modells stammt vom Modell des Schuhmodells Moccassin, für das der Stil kennzeichnend ist. In das Obermaterial kommt jedoch eine weitere (Innensohle) und der Gleitschuh ist immer mit einer weiteren getrennten Außensohle an der Unterseite ausgestattet und wird in der Regel durch eine Ferse vervollständigt. Gewöhnlich werden Gleitschuhe um dreidimensional eingenäht ( "Leisten"), indem man einen Oberteil (das Schuhoberteil) von oben über den Unterteil zieht und eine Einlegesohle ( "Einlegesohle") von oben hinzufügt oder schließt.

Nicht so beim Mokassinmaischen, bei dem der Schacht (der untere Teil des Mokassins) von oben um den letzten von oben nach oben geleitet wird und die entstehende öffnung an der oberen Seite (d.h. an der Rückseite des Fußes) schließlich mit einem U-förmigen Klingeneinsatz (Mokassineinsatz) geschlossen wird. Durch diese Konstruktion steht die Sohle des Fußes nicht auf einer getrennten Einlegesohle, sondern auf dem Oberleder.

Die Bodenverankerung erfolgt laut OriginalmachartOriginalmachart mit den originalen Maschinen, Geräten und Werkstoffen, die auch bei der Markteinführung dieses Typs verwendet wurden. Variierender MachartBeschreibt ein Original oder einen kombinierten Machart, für den andere Tools und Materialen verwendet werden. Kombiniertes DesignDefiniert einen Herstellungsprozess, bei dem der Schuh mit Hilfe von wenigstens zwei verschiedenen Designs am Boden befestigt wird.

Auch in Fachkreisen führen vereinzelte Techniken manchmal zu einer Diskussion, da nicht immer geklärt ist, welche der verwendeten Bodenbefestigungsmethoden die Hauptmethode ist. Allerdings ist die Begriffsbestimmung dafür eindeutig: Das (Haupt-)Design wird durch das zuerst verwendete Design bestimmt.

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