Jakob Jüdischer name

jüdischer Name Jakob

ein christlicher, islamischer und jüdischer Vor- und Nachname, z.B. Jakob ben Nathan = Jakob, Sohn von Nathan biblisch; hebräisch; israelisch;

jüdisch. Der Name aus dem Alten Testament. Dieser Name ist in zahlreichen Variationen in allen abrahamischen Religionen vertreten. Teilweise wird der Name auch als "listiger Beschützer" interpretiert.

Heißt meine Familie Jüdin? Schofar von E-rez Jis-ra-el

Die jüdischen Nachnamen haben besondere Merkmale, die im Folgenden beschrieben werden. Der sephardische, orientalische, slawische und neuhebräische Name wird hier nicht berücksichtigt. Äschkenasische Christen, d.h. in Deutschland und Frankreich ansässige und von dort z.B. nach Osteuropa ausgewanderte Christen, hatten in der Regel bis Anfang des neunzehnten Jahrhundert keine fixen Nachnamen.

Gewöhnlich wurde der Name des Vater als zweiter Name (Patronym) gebraucht, zum Beispiel Jacob benz Nathan = Jacob, Nathanssohn. Einer der Gründe dafür ist das Dekret von Rabbenu Tam (Jacob benz Meir) aus dem XII. Jh., dass nur von jüdischen Personen benutzte Bezeichnungen (d.h. persönliche Vor- und Nachnamen ) in einer Scheidungurkunde erwähnt werden dürfen, nicht aber Spitznamen, die von jüdischen Personen nur im Umgang mit nichtjüdischen Personen benützt werden.

Der wichtigste Sitte ist wohl die Bezeichnung einer Rabbinerdynastie mit einem Familienamen, z.B. (von Katzeelnbogen in Hessen) oder Emden, in der Regel abgeleitet vom Ursprungsort des Schenkers. Dieser Nachname diente zum Teil als Familienname, zum Teil als Marken. Bei Schwiegersöhnen, die zu Rabbinern wurden, wurde der Name oft geerbt, und bei Söhnen, die nicht zu Rabbinern wurden, wurde er in der Regel nicht getragen.

Der Familien- oder Ahnenname Kohl und Levi (mit vielen Varianten) wurde von Mann zu Mann weitergeführt und erschien in nahezu allen Dokumenten, Gräbern usw. wenn ein dort genannter Mann (oder der Mann oder Mann einer Frau) zum Volk gehörte. Jahrhundert in den absolutistischen Ländern Mittel- und Nordeuropas gezwungen, einen unveränderlichen Familiennamen als Voraussetzung für ausgedehnte bürgerliche Rechte anzunehmen.

Durch ein Dekret vom zwanzigsten Juni 1808 von Napoleon, dem sogenannten Decret infâme (L'Univers israelite, Ivii. 472), mussten alle jüdischen Mitglieder des Reiches einen fixen Zunamen haben. Nicht immer waren die jüdischen Bürgerinnen und Bürger in der Wahl ihrer neuen Bezeichnungen völlig ungebunden; in einigen Faellen gab es demuetigende oder beleidigende Familiennamen (Trunkenbold, Bettlerarm, Maulwurf), die aber in der Regel spaeter wieder geaendert werden durften.

Das österreichische und das französische Recht erlaubten jedoch keine neuen Bezeichnungen, die den Judenhintergrund des Inhabers klar hervorhoben (z.B. Bezeichnungen aus dem AT oder dem AT). Jüdische Nachnamen sollten sich nicht so weit wie möglich von denen deutscher Nachnamen abgrenzen, um die Einbindung von Jüdinnen und Juden voranzutreiben, denen in dieser Zeit die vollen bürgerlichen Rechte gewährt wurden.

Die Benennung kann je nach Gebiet variieren, so dass auch die Ursprungsregion eine wichtige Bedeutung bei der Interpretation der Bezeichnungen haben kann. Auch das Vergnügen der Synonyme, das Nachdenken über Ecken, verbale Hupen, Wortspiele und (Selbst-)Ironie sollte nicht übersehen werden. Diese zwölf Volksstämme haben einen guten Ruf in der juedischen Gemeinschaft und wurden daher oft fuer die Wahl von direkten oder umschriebenen Bezeichnungen verwendet.

Die Bezeichnung Israel selbst ist anfangs rar und verbreitet sich nur durch die traurige Situation des zwanzigsten Jahrtausends. Bezeichnungen wie Goldschmiede, Bierbrauer, Melzer müssen nicht zwangsläufig mit dem Berufsstand verbunden sein, können aber auch gleichbedeutend sein. Goldschmiede für Elias, Kupferschmiede und Händler (von Küpper, Spitzname für Jakob).

Die Ortsbezeichnung kann sich nur dann auf den Platz beziehen, wenn dort zum Zeitpunkt der Namensgebung jüdische Menschen lebten. Der Name Berlin oder Berlin zum Beispiel lässt sich selten auf die Hauptstadt Berlin zurückführen, sondern auf Bärs Verkleinerung. Der Name Englisch kommt auch von Angel, nicht von England.

Manche deutlich erkennbare Bezeichnungen sind Fälschungen von Spitznamen oder kurzen Bezeichnungen zu ähnlichen deutschen Wörtern, die nichts mit dem ursprünglichen Wort haben. Hack, Hock oder Säcke kommen von Isaak. Die mit -burg oder -berg endenden Bezeichnungen stehen manchmal für ein verbales Horn von Isaak. Lipp, Liebmann/Lippmann, Lipp als Sinnbild für Eliaakim, Jehuda, Moshe usw. Das Erforschen jüdischer Bezeichnungen ist mit vielen überraschenden Ereignissen verknüpft.

Die Interpretation hängt oft von Vermutungen oder von der Erkenntnis der ehemaligen Region zum Entstehungszeitpunkt ab.

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