Kubanische Mode

Cubanische Mode

Die kubanischen Frauen sind Weltmeisterinnen im Einfallsreichtum. Aber der Sprung in die Moderne steht bevor. Die kubanische Mode ist bei Bénédí glücklicherweise ganz anders. Treffpunkt für beide Bereiche ('Textil und Mode', ALÖNK in Berlin und ,Diseño de la. Hier schreibt er über seine Leidenschaft für Mode und Lifestyle.

Cuba ist Mode - Swiss-Cuba Association

Die Kubanerinnen sind Weltmeisterin im Einfallsreichtum. Inzwischen werden sie auch von der Regierung Kubas dazu ermuntert, mit ihren Möglichkeiten zusätzliches Einkommen zu erzielen. In Kuba ist seit Anfang 2011 "Arbeiten auf eigene Rechnung" gestattet und gewünscht. Hier finden sich neben den Einwohnern auch Urlauber mit farbenfrohen Tüten, dekorierten Kinderkleidern oder figurbetonten Herren- und Damenmoden.

Es wurde in den frühen 1990er Jahren unter der Führung von Elvira Reynaldo Muñoz als eines der ersten sozialen Projekte unter der Patronanz des Historikers Eusebio Leal Spengler ins Leben gerufen, dessen Geschäftsstelle die Sanierung und Umgestaltung der kubanischen Landeshauptstadt leitet. Hermandads Kleider, die von wunderschönen Mädchen und Mädchen in der Parade getragen werden, würden jeden Modefan begeistern.

Mit den Hermandad Workshops erhalten sie die unternehmerischen Fertigkeiten und das Know-how, die sie benötigen, um den Modebedarf der Menschen ohne eigenen Finanzaufwand zu decken. Zu guter Letzt tragen auch die Arbeiten der Sticker und Schneider zu ihrem Auskommen bei. Und bei seinem nÃ??chsten Aufenthalt in Kuba holt er den Havannaer Damen ein paar ReissverschlÃ?sse oder StoffstÃ?cke.

Aber die findigen Damen wissen, wie sie sich selbst weiterhelfen können. Ihre Direktorin Elvira Muñoz erläutert, wie das funktioniert: "Wir spannen unsere Handnähmaschinen unter die Arme und ziehen derzeit in einige Stadtteile. "Der kubanische Kunstgewerbeverband "Asociación Cubana de Artesanos Artistas" (ACAA) bietet temporäre Unterkünfte an.

Diese Situation ist für Elvira Muñoz keine dauerhafte Lösung. In Kuba gibt es zwei Idiome, die ich immer wieder höre: "Hay que vivir" und "hay que inventar" - man muss das ganze Jahr über (im Moment) weiterleben und Improvisation betreiben. Keine Statussymbolik der abendländischen Kultur kann die Wärme und Lebenslust des Volkes ausgleichen.

"Aber auch wir Cubaner haben den kleinen Spass, den wir haben - und sind nicht dauernd damit beladen, wie wir unsere Steuer zahlen sollen", sagt Busfahrerin Maikel Hernandez amüsiert. Aber auch in Kuba ist Improvisieren allein nicht mehr das Gebot der Stunde. Die Geschäftsstelle des Historikers der Stadt Havanna (Oficina del Historiador de la Ciudad de La Habana, OHCH) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die alte Stadt zu renovieren und verbindet wie geplant Sozialprojekte und Fremdenverkehr.

Eusebio Leal gibt seine Erfahrung auf Vortragstouren und Tagungen in aller Herren Länder weiter. Das staatseigene Unterfangen Habaguanex wurde für diese Umbauten auf der Grundlage des Namens eines Indianerstammes in der Region Havanna ins Leben gerufen. Die Idee des Unternehmens ist es, beinahe verfallene Gebäude im kolonialen Stil zu bauen, die dann als Hotel, Bar und Restaurant diente.

In den Renovierungsteams von OHCH sind neben ArchitektInnen und HandwerkerInnen auch PsychologInnen tätig. Sie sind oft voll gestopft mit eingewanderten Verwandten aus abgelegenen Gebieten Kubas. Das Kapital ist ihre Chance auf Beschäftigung und Zugriff auf den Devisenhandel und damit auf ein schöneres Dasein. Bei allen guten Impulsen durch die Reform seit 2008: Kubas Bevölkerung weiß nicht nur Sieger.

Von Habaguanex nach 38 Jahren Dornröschenschlaf geweckt, bieten sie nun für etwas mehr Gehalt den Einwohnern und Urlaubern großen Ballett- und Musikgenuss. Durch Habaguanex wurde bereits viel erreicht: 18 Häuser, mehr als 30 Gaststätten, mehrere Kneipen, Cafes und Geschäfte wurden gebaut. Der Fremdenverkehr hat einen entscheidenden Beitrag zur konjunkturellen Belebung Kubas geleistet.

Kuba wollen viele Urlauber so lange erleben, wie es noch eine "exotische Blume" ist. So mancher Gast sieht das sozialistische Deutschland als sinnliche Alternative zu seiner rationell aufgebauten Welt des Wohlstands, in der die menschliche Zuwendung oft vernachlässigt wird. Durch das milde Wetter zwischen Havanna und Washington ist zu erwarten, dass die Besucherzahl signifikant zunimmt.

Schon jetzt zeigt die Diplomatie zwischen den USA und Kuba einiges. Auch diese sind sehr praktisch: Angesichts der Reisemöglichkeiten für an Kuba interessierte US-Bürger entstehen zur Zeit neue Hotels mit mehr als 10000-Zimmer. Die kubanische Tourismusindustrie stösst mit einer Gesamtkapazität von 61.200 Räumen an ihre Leistungsgrenzen.

Einzelne Häuser sind über mehrere Wochen voll belegt und es ist schwierig, einen Leihwagen zu erhalten. Der kubanische Tourismus-Minister Manuel Marrero Cruz hat große Vorhaben bekannt gegeben und zieht Anrainer an. Es werden neue Gaststätten, Marinas, Geschäfte und Hotelanlagen gebaut, die Dienstleistungsqualität steigt und die Versorgungslage der Menschen hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Wer Kuba regelmässig aufsucht, wird feststellen: Kuba ist blühend.

Sowohl ihre Gäste als auch die Kubaner mögen das.

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